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Intensivtierhaltung nur durch den Einsatz von Antibiotika möglich

PETA kritisiert Doppelmoral von Behörden und Justiz

10.01.2012 - 14:27 - Kategorie: Land- und Forstwirtschaft - (lifepr)
Jährlich werden für Tiernahrung in Deutschland 11,2 Millionen Kilogramm Antibiotika eingesetzt (Foto: © PETA)

Wie aktuelle Presseberichte bestätigen, enthält resistente Bakterien. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. weist darauf hin, dass bei sämtlichen eigenen Undercover-Ermittlungen kilogrammweise -Mittel (vor allem Aviapen) in den Betrieben wurden. Sobald einige Tiere erkranken, werden gesamte Bestände über das Trinkwasser und Fütterungsarzneimittel (FAM) "behandelt" - eine individuelle Behandlung der Tiere findet nicht statt. In niedersächsischen Geflügelbetrieben werden Antibiotika zwischen zwei und drei Mal innerhalb der 35 Tage Mastzeit verabreicht. PETA betont, dass diese Praxis von allen zuständigen Behörden akzeptiert wird, denn nur auf diese Weise kann Massentierhaltung funktionieren.

"Mit welcher kriminellen Energie die Agrarindustrie arbeitet, erkennt man an den nackten Zahlen: 2005 wurden 800 Tonnen Antibiotika eingesetzt, 2005/2006 kam das Verbot des Einsatzes von Antibiotika als Wachstumsförderer und heute werden unserer Schätzung nach über 1100 Tonnen allein in der sogenannten eingesetzt", resümiert Dr. Edmund Haferbeck, bei PETA.

PETA kritisiert zudem die Interessensübereinstimmungen von Tierärzten und Industrie: Denn bestandsbetreuende Tierärzte verdienen prächtig an der "Verschreibung" der Antibiotika. Die Tierhalter, ohnehin in den meisten Fällen abhängige Lohnmäster, beruhigen sich mit dem Mittel in der Erwartung, die in Grenzen halten zu können.

Ein gutes Beispiel für das Versagen von Gesetzgeber, und Justiz zeigt sich in Niedersachsen. Dort leisten die Verantwortlichen dem Treiben sogar Vorschub: Erst jüngst wurde Strafverfahren gegen den Geflügelproduzenten eingestellt, da es sich bei den Recherche-Aufnahmen um heimlich gedrehtes Videomaterial handelte. Der ebenfalls dokumentierte Missbrauch von Antibiotika wird indes nicht verfolgt.

PETA weist darauf hin, dass die beteiligten Behörden mit ihrem Tun auch für den Tod von Menschen verantwortlich sind, die aufgrund von Resistenzen im Geflügelfleisch nicht mehr behandelbar sind.

Weitere Informationen:

http://www.peta.de/heidemark

http://www.peta.de/wiesenhof

http://www.peta.de/grotelueschen

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Bartek Langer
Medienkoordinator
Tel: +49 (7156) 17828-27
Fax: +49 (7156) 17828-10

Unternehmensprofil

PETA Deutschland e. V. ist eine Schwesterorganisation von PETA USA, der mit über drei Millionen Unterstützern weltweit größten Tierrechtsorganisation. Ziel der Organisation ist es, durch Aufdecken von Tierquälerei, Aufklärung der Öffentlichkeit und Veränderung der Lebensweise jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen.

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