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Winterzeit ist für viele Säugetiere im Zoo eine Leidenszeit
Niedrige Temperaturen bedeuten oft die Haltung in engen Innengehegen
17.01.2012 - 17:01 - Kategorie: Tiere - (lifepr)
Tiere leiden unter den beengten Verhältnissen im Winter-Innengehege / ©PETA
Weil schätzungsweise 50 Prozent der Säugetierarten in deutschen Zoos Temperaturen unter 15 Grad nicht vertragen, werden sie oft monatelang in viel zu kleinen Innengehegen eingesperrt. Weitere ca. 21 Prozent der Säugetierarten dürfen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt oder bei Glätte ihr beheiztes Innengehege nur für kurze Zeit verlassen. Nur ca. 29 Prozent der Säugetierarten sind weitestgehend kälteunempfindlich. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. hat die Daten aus den Richtlinien für zoologische Einrichtungen ("Gutachten über die Mindestanforderungen an die Haltung von Säugetieren") des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) erhoben. Angesichts der hohen Anzahl an Tieren, die zu einem Leben auf kleinstem Raum und ohne natürliche Umweltreize gezwungen werden, fordert PETA mittelfristig den Ausstieg aus der Haltung von exotischen Tieren in Zoos.
"Tiere aus den Tropen gehören nicht nach Deutschland. Die meisten Gehege in den Zoos sind ohnehin schon sehr klein, aber im Winter ist es besonders schlimm für die Tiere. Es ist nicht in Ordnung, dass die exotischen Tiere in Gefangenschaft leiden, damit jeder Deutsche zu jedem Zeitpunkt einen Schimpansen oder einen Elefanten vor der Haustür sehen kann", erläutert PETAs Wildtier-Experte und Kampagnenleiter Peter Höffken.
PETA fordert, dass zoologische Einrichtungen ihre Zuchtprogramme beenden. Stattdessen sollen sich die Zoos in Auffangstationen umwandeln, die notleidende oder beschlagnahmte Tiere aus Zirkusbetrieben oder Privathaltungen aufnehmen. Die Millionen an Steuergeldern, die für die Aufrechterhaltung der Zucht und Zurschaustellung von exotischen Tieren in zoologischen Einrichtungen aufgebracht werden, sollten lieber in konkrete Projekte zum Schutz ihrer Lebensräume in den natürlichen Verbreitungsgebieten der Tiere fließen.
Mindestanforderungen an das Raumangebot für ausgewählte Tierarten laut BMELV-Zoo-Leitlinien:
Nashorn
520 qm (Innen- und Außengehege) bei über +18 Grad Celsius
20 qm (Innengehege) bei unter +18 Grad Celsius
Flusspferd
90 qm (Innen- und Außengehege) bei über +15 Grad Celsius
30 qm (Innengehege) bei unter +15 Grad Celsius
Elefant
530 qm (Innen- und Außengehege) bei über +15 Grad Celsius
15-30 qm (Innengehege) bei unter +15 Grad Celsius
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Pressekontakt
Judith Stich
Medienkoordinatorin
Email: JudithS [at] peta [dot] de
Unternehmensprofil
PETA Deutschland e. V. ist eine Schwesterorganisation von PETA USA, der mit über drei Millionen Unterstützern weltweit größten Tierrechtsorganisation. Ziel der Organisation ist es, durch Aufdecken von Tierquälerei, Aufklärung der Öffentlichkeit und Veränderung der Lebensweise jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen.
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