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Allergie-Selbsttest

Leiden Sie unter Heuschnupfen?

14.12.2009 - 12:35 - Kategorie: Medizin - (ptext)

sup.- Eine allergische Rhinitis, allgemein als Heuschnupfen bezeichnet, kann sich in jedem Alter entwickeln. Die Häufigkeit dieser Irritation des Immunsystems hat sich in den letzten 20 Jahren fast verdoppelt. Zur Zeit leiden bereits 15 bis 25 Prozent der erwachsenen Bundesbürger an einem allergischen Schnupfen. Und nach der ISAAC-Datenauswertung beträgt der Anteil bei den Sechs- bis Siebenjährigen 6,9 Prozent, bei den 13- bis 14-jährigen Jugendlichen bereits 15 Prozent. Warum immer mehr Menschen allergisch reagieren, ist nicht eindeutig geklärt. "An vorderster Stelle vieler Faktoren steht die Umweltverschmutzung wie eine erhöhte Feinststaubbelastung", vermutet die Allergologin Dr. Claudia Traidl-Hoffmann (München). Ein erstes Indiz, ob eine Pollenallergie besteht, kann jeder mit dem Allergie-Selbsttest (siehe Abbildung) gewinnen. Wenn mindestens drei der genannten Symptome oft oder sehr oft auftreten, und dies bevorzugt im Frühling oder Sommer, ist die Wahrscheinlichkeit für eine Allergie sehr hoch.

Bei Verdacht auf Heuschnupfen empfiehlt es sich, einen allergologisch geschulten Facharzt aufzusuchen. Denn die allergische Rhinitis ist nicht nur lästig, sondern kann sich unbehandelt zu einer schweren chronischen Erkrankung bis hin zu Asthma entwickeln. Ein besonders hohes Risiko hierfür haben Kinder und Jugendliche, die Wahrscheinlichkeit für Asthma beträgt bei ihnen 25 Prozent. Die gute Nachricht: Heuschnupfen kann mittlerweile mit einer spezifischen Immuntherapie (SIT) sehr gut kausal behandelt werden. Der Arzt spritzt dabei die Allergene in regelmäßigen Abständen unter die Haut. Das Immunsystem gewöhnt sich langsam an den Allergieauslöser und wird dadurch wieder unempfindlicher. Die SIT hat bei einer Gräserpollenallergie eine Erfolgsrate von über 80 Prozent. Alternativ kann die SIT heute mit vergleichbarem Effekt auch mit Tabletten erfolgen. "Die Therapie mit der Gräser-Impf-Tablette ist einfach zu Hause durchführbar und eignet sich vor allem für Gräser- und Roggenpollenallergiker mit Zeitmangel oder Angst vor Spritzen", rät Prof. Claus Bachert, Präsident des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen (ÄDA). Die Gräser-Impf-Tablette (z. B. Grazax) ist auch für Kinder ab fünf Jahre zugelassen. Die Kosten werden ebenso wie die Therapie mit Spritzen von den Kassen erstattet.

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